Wie ein neuer Prozess seine Hürden erfolgreich nimmt

Mitarbeiter ins Boot holen

Welches Problem war zu lösen?

„Papier ist geduldig“, heisst es. Und ganze Papierstapel müssen eine Engelsgeduld haben … Das lässt sich oft bei umfangreichen Konzepten beobachten, die Prozesse in Unternehmen optimieren sollen. An der Spitze ausgedacht, von der Basis nicht ernst genommen - im Arbeitsalltag gescheitert. Solche Konzepte setzten Staub an oder verschwinden in Schubladen.

Es sei denn … wir verwandeln ein solches Konzept in ein spannendes Fortbildungsprogramm, das die Mitarbeiter fasziniert und begeistert. Genau das gelang uns, als wir ein Medizinaltechnologie-Unternehmen begleitet haben, das rund um den Globus arbeitet. Das Ziel: Viele Schritte eines neues Entwicklungsprozesses waren zu implementieren - und dabei die Mitarbeiter so ins Boot zu holen, dass sie gerne in die neue Welt aufbrachen. Denn: Wer mit am Steuerrad dreht, kann sich viel besser mit solchen Veränderungen identifizieren.

Auf diese Weise stirbt kein Konzept in der Schublade, sondern wird zu einem wirkungsvollen Instrument der Innovation. Um das zu erreichen, haben wir mit sehr unterschiedlichen Abteilungen und Berufsgruppen gearbeitet: Software-Entwickler, Laboranten, Einkäufer, Projektleiter oder Hardware-Spezialisten. Rund 1.000 Menschen galt es zu schulen, damit der neue Entwicklungsprozess zum Erfolg wird.

 

Welcher Weg wurde zur Lösung eingeschlagen?

Im Kern war der Prozess für die Entwicklung neuer Technologien verantwortlich, um Blutanalysen vornehmen zu können. Der alte Prozess verlief zu langsam; es ging zu viel Zeit ins Land, bis ein innovatives Verfahren seinen Weg gefunden hatte, aus den medizinischen Laboren zur technischen Umsetzung. Daher waren neuartige Prozessschritte notwendig, um die einzelnen Stufen besser zu verbinden. Unsere Leistung war es, ein Fortbildungsprogramm ins Leben zu rufen, das den neuen Entwicklungsprozess den Mitarbeitern vertraut machte - in einer sympathischen Weise, wie sie viele unserer Aktivitäten auszeichnet.

In diesem Fall gewannen wir die Mitarbeiter für den neuen Entwicklungsprozess, indem wir zwei einzigartige Tage für sie organisierten - mit völlig neuen Einsichten und Erfahrungen, sowie grosser Freude an der gemeinsamen Arbeit. Der Name der Veranstaltung: „PDP Camp“. Am Anfang schickten wir zweimal in der Woche Mitarbeiter zu dieser Veranstaltung, bis rund 800 von ihnen im neuen Prozess und einer erfolgreichen Zusammenarbeit trainiert waren. Mittlerweile finden noch regelmässig zwei Veranstaltungen pro Jahr für Mitarbeiter statt, die neu in die Organisation eintreten.

Wie haben wir die Mitarbeiter von diesem neue Ausbildungformat überzeugt? Das Zauberwort lautet: „Gamification“. Wir haben die harten Inhalte so verpackt, dass die Teilnehmer in einem spielerischen Wettbewerb alles lernen konnten, was den neuen Entwicklungsprozess effizient und erfolgreich macht. Verbunden mit viel Spass am lehrreichen Wettkampf. Dabei traten fünf Teams gegeneinander an, um mit „Fischer Technik“ Kräne zu bauen, zwecks Beförderung voller Getränkedosen. Ein sehr knifflige Herausforderung. Da kam es auf Teamgeist an … und eine Aufgabe bestand darin, bewusst Perspektiven zu wechseln, um andere Sichtweisen zu entwickeln. So lernten die Teilnehmer, flexibel mit dem neuen Entwicklungsprozess umzugehen.

 

Wie sehen die Ergebnisse der Lösung aus?

Das neue Konzept landete in keiner Schublade, im Gegenteil: Es wurde Teil der Unternehmenskultur! Der effizientere Entwicklungsprozess liess sich erfolgreich implementieren, weil die Mitarbeiter von Beginn an eingebunden waren. Das lag an unserem „Gamification“-Ansatz, der im Unternehmen einen starken Eindruck gemacht hat. So zeigte eine interne Umfrage: Das „PDP Camp“ wurde das bekannteste, länderübergreifende Training im Unternehmen - mit der grössten Nachhaltigkeit bei Strahlkraft und Wirkung für den Arbeitsalltag. Dabei waren die vertieften Kenntnisse des neuen Entwicklungsprozesses entscheidend, genauso wie der eingeübte Perspektivwechsel. Ebenso wichtig war ein menschlicher Faktor: Die Teilnehmer lernten neue Kollegen aus anderen Abteilungen kennen, wodurch sie sich optimal vernetzen konnten. So wurde manche Schwelle überwunden, die früher die Mitarbeiter getrennt hatte - zu Gunsten effizienter Abläufe im Unternehmen.

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